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Der Bund Deutscher Innenarchitektinnen und Innenarchitekten (bdia) hat die Nominierungen für den Deutschen Innenarchitektur-Preis 2026 bekannt gegeben. Eine unabhängige Jury wählte am 13. April 2026 aus knapp 250 Einreichungen 35 Projekte für die Endrunde. Der Preis gilt als höchste Auszeichnung für Innenarchitektur in Deutschland. Er zeigt jedes Mal, wohin sich die Branche bewegt. Wir haben die Auswahl gelesen und ordnen die wichtigsten Signale ein.
Worum es beim Deutschen Innenarchitektur-Preis geht
Der bdia würdigt mit dem Preis Projekte, die Menschen im Raum spürbar helfen. Die Jury bewertet gestalterische Qualität, funktionale Klarheit und den gesellschaftlichen Nutzen einer Arbeit. Sie fragt konkret: Schafft der Raum Begegnung, Orientierung und Wohlbefinden? Die nominierten Arbeiten beantworten diese Frage sehr unterschiedlich. Genau darin liegt ihr Wert für die Praxis. Sie liefern Vorbilder statt abstrakter Theorie.
Die Bandbreite reicht vom Büro über den Handel bis zum Krankenhaus. Diese Vielfalt zeigt, wie breit Innenarchitektur heute wirkt. Sie beschränkt sich längst nicht mehr auf schöne Oberflächen.

New Work prägt die Auswahl
Auffällig viele Projekte drehen sich um die Arbeitswelt. Das 4flow Headquarter in Berlin übersetzt New Work in eine offene, flexible Arbeitslandschaft. Auf 4.000 Quadratmetern entstehen Zonen für Austausch, Fokus und Identifikation. Auch das Projekt „Am Postbahnhof“ verbindet historische Bausubstanz mit zeitgemäßen Arbeitswelten. Beide Büros trennen laute und leise Tätigkeiten klar voneinander.
Der Trend bestätigt, was wir täglich in Gesprächen hören. Unternehmen wollen Räume, die Mitarbeitende freiwillig nutzen. Sie setzen auf Aufenthaltsqualität statt auf reine Schreibtischdichte. Wer heute ein Büro plant, denkt zuerst an Menschen und Aufgaben.
Bestand umbauen statt neu bauen
Viele Nominierte arbeiten mit vorhandener Substanz weiter. Sie sanieren, verdichten und deuten Räume um. Ein Beispiel setzt vollständig auf kuratierte Vintage-Möbel und bewahrt so Charakter und Ressourcen. Diese Haltung passt zur aktuellen Debatte über graue Energie. Ein Umbau spart Material, Kosten und CO₂ gegenüber dem Abriss.
Für Bauherrinnen und Bauherren bedeutet das eine gute Nachricht. Ein Bestandsgebäude ist selten ein Problem. Es ist oft die klügere Grundlage für ein starkes Projekt.

Räume für Gesundheit und Würde
Besonders berühren die Projekte im Gesundheitsbereich. Ein Abschiedsraum in einem Kinderkrankenhaus verwandelt 18 Quadratmeter in einen ruhigen, würdevollen Ort. Licht, weiche Materialien und eine klare Raumordnung tragen die Gestaltung. Solche Arbeiten zeigen die soziale Kraft der Innenarchitektur. Sie beweisen: Auch kleine Flächen entfalten große Wirkung.
Andere Büros gestalten Arbeitsplätze bewusst als Orte des Wohlbefindens. Sie rücken Gemeinschaft, Tageslicht und Rückzug ins Zentrum. Diese Projekte verbinden Ästhetik mit messbarem Nutzen für die Nutzer.
Was Sie daraus mitnehmen
Die Nominierungen liefern drei klare Botschaften für Ihr eigenes Vorhaben. Erstens: Planen Sie vom Menschen und seinen Aufgaben her, nicht von der Fläche. Zweitens: Prüfen Sie den Bestand, bevor Sie an Neubau denken. Drittens: Behandeln Sie Licht, Akustik und Material als tragende Elemente, nicht als Dekoration.
Die Preisverleihung folgt später im Jahr. Schon jetzt gibt die Auswahl eine verlässliche Richtung vor. Sie belohnt Haltung, Sorgfalt und echten Nutzen für Menschen. Genau diese Werte leiten auch unsere Arbeit im Studio.
Sie planen ein Büro, eine Praxis oder ein Zuhause mit Anspruch? Dann lassen Sie uns über Ihre Räume sprechen. Kontaktieren Sie uns für ein kostenloses Erstgespräch. Wir entwickeln gemeinsam ein Konzept, das Menschen wirklich trägt.
Bilder: AI-Designed